„nimm zwei-Modell“ - kombiniertes Fremdsprachenlernen

Unser „nimm zwei-Modell“ - kombiniertes Fremdsprachenlernen

Seit dem Schuljahr 2001/2002 bietet unsere Schule den Schülerinnen des 5. Jahrgangs die Möglichkeit an, in zwei Unterrichtsstunden wöchentlich das Fach Französisch zusätzlich zum Englischunterricht bereits zu lernen.

Die Wahl des Faches Latein ist anstelle von Französisch möglich, so dass die Schülerinnen im 6. Schuljahr das Fach Latein oder Französisch als 2. Fremdsprache wählen können. Für Latein wird in der 5. Klasse die Möglichkeit gegeben, das Fach über ein Schnupperangebot kennen zu lernen.

 

Warum bieten wir gerade Französisch an?

Unsere Schule ist Europaschule, Comeniusschule, CertiLingua-Schule und somit dem Lernen von modernen (also „gesprochenen“) Fremdsprachen als „Schlüssel zur Welt“ verpflichtet. Viele unserer Projekte und Austausche mit dem Ausland tragen dem Anliegen Rechnung.

Wir setzen damit die wissenschaftlich fundierte Erkenntnis um, dass frühes Fremdsprachenlernen, insbesondere vor Einsetzen der schwierigeren Zeit der Pubertät, den Schülerinnen aus entwicklungspsychologischer Sicht zugute kommt: Kinder lernen in diesem Alter leichter, sind unbefangener, was das Imitieren der Aussprache und der Intonation angeht. Sie können damit bereits über das Hörverstehen und über das Sprechen sehr viel Französisch in typischen Gesprächssituationen des Alltags lernen. Die Schülerinnen dieses Alters sind erfahrungsgemäß sehr engagiert und motiviert bei der Sache. Zugleich bieten wir den Schülerinnen eine für sie neue Sprache als neue Herausforderung an, denn das Fach Englisch kennen sie ja schon aus der Grundschule.

An unserer Schule ist zunächst eine Erprobungsphase und Evaluation des kombinierten Fremdspachenlernens durchgeführt worden. Der frühe Anfang mit Französisch und Englisch erfuhr so positive Gewichtung seitens der Schülerinnen, dass es alle Schulgremien überzeugte und wir das „nimm zwei“-Modell in unserem Schulprogramm fest verankerten.

Sehr viele weitere Gründe sprechen gerade für Französisch als wichtige moderne Fremdsprache, weshalb sich viele Schulen für Französisch als zweite Fremdsprache entscheiden. Französisch ist, nicht zuletzt, eine moderne romanische Sprache und durch Ähnlichkeiten in Grammatik und Wortschatz profitieren die Schülerinnen davon beim Erwerb weiterer romanischer Fremdsprachen wie z.B. Spanisch, aber auch für das Erlernen des Englischen, denn es gibt zwischen den modernen Sprachen sowohl in Konzepten der Grammatik als auch im Wortschatz häufig Ähnlichkeiten, so dass es hier Synergieeffekte gib. Moderne Forschungsergebnisse aus Holland unterstützen diese Erkenntnis. Zwei Gründe dafür gilt es noch hervorzuheben: Französisch ist die Sprache „unserer Nachbarn“ (Belgien, Frankreich, Schweiz). Gerade die deutsch-französische Freundschaft ist in Europa und unserer gemeinsamen Geschichte immer wieder „vorbildhaft“ gewesen. Frankreich ist mehr als ein beliebtes Urlaubsziel. Es ist auch ein sehr wichtiger Handelspartner unseres Landes. Durch die Globalisierung, die Nutzung des Internets (z.B. facebook/skype) und eine größere Mobilität des Einzelnen kommen wir leichter in Kontakt mit weiter entfernten französischsprachigen Ländern und Kulturen, wie z.B. Kanada. Zahlreiche Austauscherfahrungen können wir unseren Schülerinnen über das Fach Französisch reichlich bieten. Damit bereiten wir unsere Schülerinnen auf eine durch Globalisierung geprägte internationale Arbeitswelt bzw. ein Studium, bei dem moderne Sprachkenntnisse von Nutzen sind, vor.

Darum öffnen wir unsere Schule auch gerne für die Angebote des Deutsch-Französischen Kulturzentrums in Essen (cinéfête, französisches Filmfestival) bzw. des Institut Français Düsseldorf (France Mobil, Internetwettbewerb).