Informationsveranstaltung zum Thema ’Organspende’

Informationsveranstaltung zum Thema ’Organspende’

Für Donnerstag, den 14. Juni 2011 hatte der katholische Religionskurs der Stufe 11 von Frau Schwenk zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Organspende“ in die Aula geladen.
Nachdem die Schülerinnen sich zuvor mehrere Wochen lang mit dem Thema intensiv beschäftigt hatten, präsentierten sie nun ihre Ergebnisse.
Ins Thema eingeführt wurde mit grundlegenden Informationen, Zahlen und überwiegend schockierenden Statistiken, die gleich zu Beginn die enorme Bedeutung von Organspenden deutlich machten. Die ganz unterschiedliche Situation zweier Mütter veranschaulichte dann ein kleines Theaterstück. Während die eine über die Freigabe der Organe ihres nach einem Unfall hirntoten Kindes entscheiden musste, bangte die andere um das Leben ihrer Tochter, die dringend ein neues Organ benötigte. Nach der Darstellung dieser „Problemsituation“ war auch das Publikum, bestehend aus den Stufen 10-13, dazu eingeladen, Meinungen loszuwerden.

Weiter ging es mit zwei Rednerinnen, die Argumente für beziehungweise gegen die Widerspruchsregelung darlegten, die vorsieht, jedem Toten die Organe zu entnehmen, sofern er sich nicht schriftlich dagegen entschieden hat (Gilt in vielen Ländern der EU, aber nicht in Deutschland). Vorgestellt wurden außerdem die deutsche Zustimmungsregelung (Ausfüllen eines Organspendeausweises oder Zustimmung der Angehörigen), sowie die Entscheidungslösung, die erstere in etwa einem Jahr ablösen soll. Hierbei soll jeder mindestens einmal in seinem Leben gefragt werden, etwa bei der Beantragung eines Ausweises etc., ob er bereit ist, nach seinem Tod Organe zu spenden.

Das letzte Thema stellte der illegale Organhandel dar. Vorgelesen wurden zunächst Fallbeispiele, wie das eines 17-jährigen Chinesen, der eine seiner Nieren verkaufte, um sie ein iPhone leisten zu können oder das eines deutschen Mannes, der ein Organ aus Indien kaufte, weil das legale Warten in der Heimat für ihn hoffnungslos geworden war.

Ein fast 30-minütiger Film, in dem sich noch einmal alle Beteiligten zu den verschiedenen Themen sehr persönlich äußerten, so zum Beispiel ob sie nach der Unterrichtsreihe einen Organspendeausweis ausgefüllt haben, mit welchen Einschränkungen oder warum noch nicht, rundete die äußerst gelungene Präsentation des Religionskurses ab.

Das Ziel, die anwesenden Schülerinnen zum Nachdenken in Sachen Organspende zu bringen und zu sensibilisieren, wurde in den zwei Stunden definitiv erreicht. Es bestand zudem noch die Möglichkeit, kostenloses Informationsmaterial sowie Organspendeausweise zu erhalten.

(Melanie Schäfer, 9a)