Leistungsbewertung im Fach Chemie

Kriterien 

(Stand: Juni 2011)

 

Definition - Leistung

Als Leistung wird die Bewältigung bestimmter Aufgaben innerhalb vorgegebener Gütekriterien und Zeitgrenzen bezeichnet. In die Beurteilung wird der Stand des Lernprozesses sowie die Entwicklung des Lernprozesses einbezogen. Auch prozessorientierte Leistungsbewertung und Verfahren der Selbst- und Fremdeinschätzung von Seiten der SchülerInnen sollen zum Einsatz kommen.

 

Transparenz

Die Kriterien der Leistungsbewertung müssen den Schülerinnen und Schülern zu Beginn eines jeden Schuljahres bekannt gemacht werden (Vermerk im Kursheft)

 

Der Chemieunterricht bietet Lernsituationen, in denen Inhalte der Chemie aus dem Kontext des Alltags, der Technik oder Umwelt heraus erlernt werden. Wesentliches Merkmal ist die Handlungsorientierung in Form von Schülerexperimenten und Projektunterricht am MGB. Folgende Kriterien zur Bewertung handlungsorientierter Schülerleistungen fließen in die Sonstige Mitarbeit“ (SOMINO) ein:

Fachkompetenz:

Regeln und Verfahren anwenden, systematisch vorgehen, Ergebnisse präsentieren und bewerten, Arbeitsabläufe optimieren, Fachsprache anwenden, Produkte unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten bewerten, Normen und Vorschriften beachten

Methodenkompetenz:

Problemstellungen und Arbeitsziele erkennen, selbständiges planen und durchführen, Lösungsstrategien entwickeln, Schlussfolgerungen ziehen, Zusammenhänge herstellen, gewonnene Erkenntnisse begründet revidieren, Formeln entwickeln

Lernkompetenz:

Lernstrategien entwickeln, den eigenen Lerntyp erkennen, Informationen selbstständig erarbeiten, zum Lernen bereit sein, mit Medien sachgerecht umgehen, Notizen anfertigen, Verständnisfragen stellen, Gelerntes auf neue Probleme übertragen

Sozialkompetenz:

sachlich argumentieren, Mitverantwortung tragen, sich in die Teamarbeit einfinden, fair kritisieren, Hilfestellung geben, sich flexibel auf neue Situationen einstellen, unterschiedliche Standpunkte tolerieren, eigene Interessen gegenüber vereinbarten Gruppenzielen zurückstellen

Die Fachschaft Chemie legt sich für die Notenfindung im Bereich der Sonstige Mitarbeit“ (SOMINO) neben der Beachtung der oben genannten Kompetenzen auf folgende fachlich-inhaltlichen Leistungs- und Bewertungskriterien fest:

-          Qualität und Kontinuität der Mitarbeit

-          aktive Teilnahme Unterrichtsgespräch (z.B. wiedergebende, ergänzende, zusammen-fassende und weiterführende Beiträge

-          Fähigkeit zur Analyse und Interpretation von Texten, Graphiken oder Diagrammen

-          präzises und sachliches Darstellen der Gedankengänge

-          selbstständiges Arbeiten, Verhalten beim Experimentieren

-          Lernfortschritt

-          Zusatzaufgaben (Referate, Experimente, Ergebnisse von Gruppenarbeiten und fächerübergreifenden Projekten, etc.)

-          mind. 2 schriftliche Übungen / Halbjahr (in der Sek. I)

(Die schriftlichen Leistungen dürfen bei der Findung der Gesamtnote nicht überwiegen; die Ergebnisse der schriftlichen Überprüfungen machen etwa ein Drittel der Gesamtnote aus).

 

Sekundarstufe I:

die Leistungsbeurteilung im Fach Chemie bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, hierzu zählen:

·         konzeptbezogene Kompetenzen (erlangen von Fachwissen auf der Ebene der 3 Basiskonzepte: Chemische Reaktion, Struktur und Materie, Energie)

·         prozessbezogene Kompetenzen (Handlungsfähigkeit bei der Erkenntnisgewinnung, Bewertung und Kommunikation)

Sekundarstufe II:

 

Die Grundsätze zur Leistungsbewertung sind festgelegt in: „Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II - Gymnasium/Gesamtschule, Schriftenreihe Schule in NRW, MSWWF des Landes NRW, Düsseldorf, 1999.

 

Klausuren

Die Klausuren müssen die 3 Anforderungsbereiche (Rekapitulation (I), Anwendung (II) und Transferleistung (III) abdecken.

Der Anforderungsbereich II geht mit ca. 50% in die Bewertung ein. Der Anforderungsbereich I muss deutlich stärker gewertet werden (ca.30-40%) als der Anforderungsbereich III (ca.10- 20%). Die Lösungen werden mit Lösungspunkten versehen und die erreichte Punktzahl wird mit der max. erreichbaren Punktzahl ins Verhältnis gesetzt. Die Darstellungsleistung wird bei der Bepunktung mit beachtet (ca. 10% der Gesamtpunktzahl).

 

Die Kursabschlussnote setzt sich zu 50% aus der zusammengesetzten Note des schriftlichen Bereichs und zu 50% aus den beiden zusammengefassten Quartalsnoten des sonstigen Mitarbeitsbereichs zusammen. (Ausnahme: Stufe 11/10: Klausur 33,3%; Sonst. Mitarbeit 66,6%).