SoPra-Workshop

SoPra Workshop

 

Am Dienstag, 12.7.2011 fuhren sechzehn Schülerinnen zum Franz-Sales-Haus in Steele: Nach einer Kartenabfrage zum Thema Behinderung gab es praktische Übungen: Charlotte sollte einen Menschen spielen, der etwas Wunderbares erlebt hatte, aber nicht sprechen konnte, um sich mitzuteilen. Die anderen Gruppenmitglieder mussten durch Befragen dahinter kommen, was sie erlebt hatte. In der zweiten Gruppe sollte Jana einen Menschen spielen, der seine Wahrnehmung nicht steuern kann und zwei Schülerinnen, die gleichzeitig etwas vorlasen, zuhören. Meike und Lara spielten Menschen, die weder sprechen, noch sehen, noch sich bewegen konnten und die gefüttert werden sollten. In der letzten Gruppe spielten Hannah und Jana „Außerirdische“, die zwar unsere Sprache verstehen konnten, aber selber nicht sprechen konnten. Sie sollten durch einfache Erklärungen lernen, wie man ein Brot zubereitet. Nach- dem alle diese Handicap-Übungen  absolviert hatten, ging es ins praktische Leben: Mit Rollstuhl, Rollator und als Blinde galt es in die  Essener Innenstadt oder nach Steele zu gelangen und Geschäfte aufzusuchen. Beim Einstieg in die Straßenbahn gab es erste Schwierigkeiten für die gehandicapten Schülerinnen. Die Geschäfte waren viel zu eng um mit einem Rollstuhl durch zu kommen. Insgesamt fehlte es häufig an Rücksicht und Hilfsangeboten bei den Nichtbehinderten. Vielfach wurden die Gehandicapten angestarrt oder man ging ihnen aus dem Weg. Dazu kam das Gefühl der Nutzlosigkeit, weil die Schülerinnen  meistens auf ihre Behinderung reduziert wurden. 

Dieser Workshop hat die Augen geöffnet für unseren Umgang mit behinderten Menschen und dabei noch Spaß gemacht, weil wir nach den Rollenspielen wieder in unser eigenes Leben zurück konnten.