Valladolid (Spanien / Spain) - 01.-07.09.2009

1. Treffen in Valladolid, Spanien

Vorgeschichte

Nach dem ersten Treffen im Winter 2009 in Thessaloniki (Griechenland), an dem zwei unserer Lehrerinnen stellvertretend für unsere Schule teilnahmen, wurden die ersten Pläne bezüglich der weiteren Zusammenarbeit geschmiedet. Außerdem wurde der Termin für das Treffen in Valladolid (Spanien), im November 2009 festgelegt. Hierbei sollte das Thema Feste im Vordergrund stehen. Innerhalb unserer Gruppe teilten wir uns auf und es wurde entschieden, dass dieses Mal auch zwei Schülerinnen mitfahren sollten.

Vorbereitung

In den kleinen Gruppen erarbeiteten wir zum einen eine Powerpointpräsentation, mit deren Hilfe wir uns, unsere Schule und Deutschland vorstellen wollten. Zudem packten wir fleißig kleine Gastgeschenke ein und bereiteten uns auf die anstehende Reise vor.

Sonntag, Tag der Abreise

Nachdem wir das notwendigste in unsere Koffer gepackt hatten, trafen wir uns gegen 10 Uhr mit Frau Stadler und Frau Slomka am Flughafen in Düsseldorf. Wir waren sehr gespannt und blickten voller Vorfreude auf die nächsten 7 Tage. Unser Flieger landete gegen 3 Uhr in Madrid und vom Flughafen fuhren wir zu einem Bahnhof, von dem aus wir unseren Zug nahmen, welcher uns innerhalb von 2 Stunden zu unserem Ziel, Valladolid brachte.

Dort kamen wir gegen 8 Uhr an und wurden von unseren Gastfamilien abgeholt, welche uns sofort herzlich in die Arme schlossen und begrüßten. Den Abend verbrachten wir dann mit  ihnen zusammen und bekamen schon die ersten Einblicke in das spanische Leben.

Montag, Feiertag

Schon nach der ersten Nacht in unseren Familien konnten wir sagen, dass wir uns richtig wohl gefühlt haben. Da heute ein Feiertag war, hatten unsere Gastschülerinnen, welche ebenfalls in unserem Alter sind, nach dem Frühstück die Idee, eine kleine Tour durch die Stadt Tudela geplant. Hier trafen wir auch zum ersten Mal auf die beiden estischen Schülerinnen und deren Gastmädchen. Wir hatten unglaublich viel Spaß zusammen und verstanden uns auf Anhieb. Die anderen teilnehmenden Länder hatten keine Schülerinnen mitgebracht.

Gegen Abend schauten wir einen Film auf Englisch zusammen und anschließend trafen wir auf die Lehrer aus den anderen Ländern. Alle zusammen machten wir eine geführte Stadtbesichtigung durch Valladolid. Die Stimmung war sehr ausgelassen und es gab keinerlei Berührungsängste. Ein Besonders schöner Abschluss für uns war, dass unsere beiden Gastschülerinnen vorschlugen, zusammen zu übernachten.

Dienstag, Schule und Vorstellung der Länder

Gemeinsam machten wir uns am Morgen auf den Weg zur Schule. Dort schauten wir uns 2 Stunden lang den Unterricht an und aßen anschließend mit den Lehrern und Schülern von einem bunten Buffet, welches aus den verschiedensten, Landestypischen Snacks der einzelnen Länder bestand. Nachdem wir uns die Präsentationen der verschiedenen Teilnehmer angeschaut haben fuhren wir mit einem Bus nach Valladolid und besuchten gemeinsam das Parlament. Ein weiteres Highlight war eingebundene, gemeinsame Essen. Es war schon etwas chaotisch aber die Stimmung war sehr gut. Nach dem Essen entschlossen wir uns dazu, noch ein wenig mit unseren Gastschülerinnen und den Estinnen shoppen zu gehen. Als wir gegen Abend in die Familien zurückkehrten waren wir müde, erschöpft aber mehr als zufrieden.

Mittwoch, Schule und Segovia

Heute stand wieder Schule auf dem Programm. Ein weiterer Punkt war das Präsentieren der Landestypischen Feste. Auch hier hatten wir viel Spaß und lernen viel Neues dazu. Es wurde auch deutlich, wie unterschiedlich oder auch gleich einige Bräuche oder Feste gefeiert werden. Nachdem auch unsere Gastschülerinnen mit der Schule fertig waren, fuhr ein Vater mit uns vier nach Segovia, einer kleinen Stadt nahe der Grenze zu Portugal. Hier besichtigten wir ein Aquaduct aus der Römerzeit und hatten viel Spaß. Insgesamt dauerte alleine die Fahrt dorthin 1 Stunde. Zudem war es ein besonderes Erlebnis für uns.

Donnerstag, Salamanca

Wir trafen uns morgens gegen 7 Uhr direkt an der Bushaltestelle, von der aus wir nach Salamanca, einer der berühmtesten Universitätsstadt Spaniens fuhren. Dort hatten die Spanier eine geführte Stadtbesichtigung organisiert, nach der wir ein wenig Freizeit hatten. Abschließend trafen wir uns gegen 3 Uhr Mittag erneut, um zusammen etwas zu essen. Diesmal waren wir um die 60 Lehrer und Schüler und es war besonders lustig. Nach dem Essen führen wir noch 2 Stunden nach xx.?, wo wir uns die Geschichte in Form eines 1stündigen Films anschauten. Von dort aus ging es dann gut 3 Stunden zurück nach Valladolid, wo wir noch mit unseren Gastschülerinnen gemeinsam etwas aßen und dann erschöpft ins Bett gingen.

Freitag, letzter Tag in Valladolid und Reise nach Madrid

Den Morgen verbrachten wir damit, unsere Koffer zu packen und uns von den Familien zu verabschieden. Unsere Gastschülerinnen waren in der Schule und wir nutzen die Zeit noch einmal durch Valladolid zu bummeln. Gegen 2 Uhr trafen wir uns am Hotel mit Frau Stadler und Frau Slomka und wurden von unseren Gasteltern und –schülerinnen zum Bahnhof begleitet. Es war ein sehr trauriger und rührender Abschied. Wir hatten die letzen 6 Tage eine unglaubliche Nähe zu unseren Familien und deren Lebensweise entwickelt aber freuten uns dennoch auf den bevorstehenden Abend und Morgen in Madrid.

Gegen 6 Uhr am Abend kamen wir dann dort dann auch mit dem Zug an, brachten unsere Koffer ins Hotel um dann das Nachtleben der Metropole und Hauptstadt zu erkunden und dann um 2 Uhr nachts erschöpft ins Bett zu gehen.

Samstag, Madrid und Heimreise

Wir standen auf, packten unsere Koffer fertig und gingen dann in das Prado, dem berühmten Museum in Madrid. Hier frühstückten wir, schauten uns einige prächtige Gemälde an und wir beschlossen noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen, während unsere Lehrerinnen sich ein bisschen intensiver im Museum umschauten. Gegen 4 Uhr trafen wir uns am Hotel um dann zum Flughafen zu fahren. Unser Flieger startete um 8 Uhr und wir landeten gegen 10 Uhr abends wieder  in Düsseldorf, wo wir von unseren Eltern freudig empfangen wurden.

Unsere Eindrücke

Wir traten unsere Reise mit mehr oder weniger wenigen Erwartungen an. Wir waren sehr überrascht, wie offen, warmherzig und liebevoll wir in Spanien empfangen wurden. Zu Beginn hatten wir einige Bedenken bezüglich der Unterbringung in Gastfamilien, aber im Nachhinein können wir sagen, dass es das Beste war, was passieren konnte. Durch diese Umstände bekamen wir viel mehr von dem alltäglichen Leben der Spanier mit, welches man als normaler Tourist nicht bekommt. Auch das Zusammenarbeiten mit der Gruppe war sehr interessant. Es war zwar zum Teil ungewohnt und auch nicht immer einfach, so viele verschiedene Meinungen, Kulturen und Sprachen unter einen Hut zu bringen, aber die Ergebnisse und Erlebnisse waren so umso vielfältiger.

Natürlich mussten wir uns teilweise umstellen, bezogen auf unsere ‚deutschen’ Gewohnheiten, aber es gab nie einen Punkt an dem wir sagen konnten, dass wir uns unwohl fühlten.

Auch der Kontakt zu unseren Familien besteht weiterhin, wir schreiben viel und haben auch vor, uns eventuell privat noch einmal in den Ferien zu treffen. Unsere Gemeinsame Zeit verbindet uns sehr und wir hoffen, dass es lange anhält.

Auch das Ziel des Comeniusprojektes, lebenslanges Lernen haben wir hautnah erfahren. Uns ist bewusst geworden, wie viel wir über die Schule hinaus lernen können. Diese Woche hat uns so viele Eindrücke geboten und wir freuen uns schon darauf, die Erfahrungsberichte der anderen Schülerinnen aus unserer Gruppe zu hören und können nur sagen, dass es eine einmalige Möglichkeit ist, Europa in diesem Rahmen auf so unterschiedliche Weisen kennen zu lernen.

 

                                                                             221

 

 

1.meeting in Valladolid, Spain

Prehistory

After the first meeting in Thessaloniki (Greece) in winter 2009 the base for our cooperation was built. Besides, the date for the next meeting in Valladolid (Spain) in November 2009 was fixed. The main topic was “festivals” and therefore our group was separated into different subgroups working on different festivals. Together, we decided to send two students to Spain.

Preparation

In small groups we worked on PowerPoint presentations to present our school and Germany in Spain. In addition, we packed little gifts and prepared all the necessary things.

Sunday, Day of Departure

After we packed our bags, we met Mrs Stadler and Mrs Slomka at Dusseldorf Airport at 10 a.m. We were very excited and looking forward to spend 7 days in Spain.

Our flight arrived in Madrid at 3 p.m. and we went to the train station to go to Valladolid. There we arrived at 8 p.m. and were caught by our host families. The atmosphere was great, open-minded and very friendly. We spent the evening with our hosts and got the first impressions of the Spanish way of life.  

Monday, Holiday

After our first night in our host family we could say that we felt good. Because of the bank holiday our host girls decided to go on a trip and visit the town Tudela. There we met the Estonian girls for the first time. We had so much fun and in the evening we watched an English film together and met the teachers. All together we went on a sightseeing tour in Valladolid. The highlight was the sleep-over party our Spanish girls organized.

Tuesday, School and Presentation

This was our first morning at school and we visited the lessons. After the lessons, we ate together with all teachers and students taking part in this meeting. Every country prepared a little snack and after this we watched the first presentations. Afterwards we went by bus to the parliament of Valladolid. After the guided tour we went to dinner and decided to go shopping. As we went back to our host families, we were tired but very happy.

Wednesday, School and Segovia

After school in the morning and the following presentations about the typical festivals we went home. After lunch a host father took us to Segovia, a little town next to the border of Portugal. We saw an aqueduct and had a lot of fun together.

Thursday, Salamanca

At 7 a.m. we went by bus to the popular university city Salamanca.  We had a guided tour with lunch. Afterwards we went shopping and drove two hours to a little town where we watched a very interesting film about Spanish history. We arrived in Valladolid at 11 p.m. and fell asleep very quickly. 

Friday, last day in Valladolid and Departure to Madrid

We spent the morning with packing our suitcases and saying good-bye to our host families. It was a very emotional departure because our host girls started to cry and we noticed that we built a very deep relationship, even in 5 days. After arriving in Madrid we visited the city and took part in the nightlife.

Saturday, Madrid and Departure to Germany

We got up early to take the last chance to visit the famous museum Prado. Here we had breakfast and at 4 p.m. we met our teachers to go to the airport. Our flight departed at 8 p.m. and we arrived in Düsseldorf at 10 p.m. where our families caught us.

Our impressions

We went on this trip with nearly no expectations. We are very surprised about the open-minded, hearty and lovely families in Spain. First we had some worries about the locations and the language but after this week, we can now say that all these worries were lies. One important aspect we want to mention is that the way we lived in Spain, in host families, was the best we could have chosen. Even the cooperation with the group was very interesting and helpful to get closer. There was no point we would say that we didn’t feel good.

The contact to our families is still alive and we’re looking forward to have them here in December 2010 to give them all the great impressions back.

All in all, it can be said that this project gives us a unique chance to get to know Europe and its people.

Anna Henn & Jana Homey