Zeitungsbericht / press release

Europa zu Besuch am Städtischen Mädchengymnasium Essen-Borbeck

Eine Abenteuergeschichte war der Anlass für Schüler und Lehrer aus acht europäischen Ländern vom 9. bis 14. Dezember 2012 nach Essen zu kommen. Im Rahmen des Comenius-Projektes, an dem das MGB mit 18 Schülerinnen teilnimmt, war bereits im Oktober das erste Kapitel von „Leben und Technik in Europa – eine Reise durch Raum und Zeit“ („A European Journey through Life and Change“) in Trzebinia in Polen entstanden.
Neun junge Leute aus Polen, Deutschland, England, der Türkei, Lettland, Portugal, Griechenland, Litauen und Italien unternehmen eine fiktive Europareise. Im Wawel-Schloss in Krakau verschwindet Laura aus Lettland. Mit Hilfe verschiedener moderner und alter Transportmittel müssen ihre Freunde sich auf eine Zeitreise begeben, um sie wiederzufinden, was ihnen tatsächlich zunächst gelingt.
Aber dann ist Laura plötzlich weg und  die Reise geht nach Essen in Deutschland. Auf der Zeche Zollverein kämpft sich die kleine Reisegruppe von „Sohle“ zu „Sohle“ und muss verschiedene Gegner in traditionellen und hochtechnologischen sportlichen Wettkämpfen besiegen. Am Ende treffen die vier Mädchen und vier Jungen Laura wieder, aber damit ist die Geschichte nicht zu Ende. Die Fortsetzung wird im März in England als Fotoroman entstehen.
Um die Autoren für die Entwicklung des zweiten Kapitels auszurüsten, standen auf dem Programm in Essen eine Stadtrundfahrt und die Besichtigung der Zeche Zollverein, die die Schülerinnen des MGB mit Mitarbeitern vor Ort vorbereitet hatten. Einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt für alle das Eislaufen vor den Öfen der Kokerei am Abend.
In Interviews mit Vertretern älterer Generationen und durch kleine Vorträge erfuhren die Teilnehmer des Comenius-Treffens einiges über die Veränderungen, die der technologische Fortschritt  im Umgang mit Sport und Spielen verursacht hat, und natürlich gab es reichlich Gelegenheit zum Ausprobieren, sogar zu einer kleinen Schneeballschlacht.
Begeisterung und Engagement waren schließlich in den internationalen Workshops zu erleben, in denen die Geschichte, die in Polen handschriftlich verfasst und mit Zeichnungen illustriert worden war, hier am MGB als Comic weitergeführt wurde. Für alle Beteiligten war es ein überwältigendes Erlebnis, Europa hautnah zu erleben und zu sehen, wie man trotz kultureller Unterschiede mit Fremdsprachen (vor allem Englisch) und kreativen Fähigkeiten gemeinsam zu überzeugenden Ergebnissen kommen kann.

 

 

Bild 1: Aula des MGB, Gruppe der Teilnehmer des Comenius-Treffens am MGB mit dem Bezirksbürgermeister Herrn Kehlbreier (links) und der Schulleiterin Frau Wenning (vorn Mitte).

 

Bild 2: Turnhalle des MGB, Workshop „Sport und Spiele“ mit Frau Borz und Frau Schmalhausen (hinten links).