Comenius-Treffen in Litauen

Laba diena! Das ist litauisch und bedeutet Guten Tag. Das 8. Comenius-Treffen fand nämlich vom 30.03.2014 bis zum 05.04.2014 in Litauen statt, so dass Frau Stadler, Frau Tomczyck, und wir beide (Chiara und Lisa), dorthin geflogen sind. Und zwar mit der für uns bisher unbekannten Fluggesellschaft Baltic Air. Wir haben uns in Klaipėda, einer Stadt im Westen Litauens, getroffen. Auf der Landkarte findet ihr Klaipėda direkt am Baltischen Meer, bzw. an der Kurischen Nehrung (ein Meeresarm). Klaipėda ist die drittgrößte Stadt Litauens und hieß früher Memel, als es noch zu Deutschland gehörte.

Am Sonntag, den 30.03.2014 hat unser Abenteuer begonnen!!! Doch der Tag begann erstmal mit last-minute Koffer packen und warten, denn unser Flug ging erst um 18:15 Uhr. Der Flug lief problemlos ab (für eine von uns war es der erste Flug!).

Zuerst sind wir von Düsseldorf nach Riga geflogen, der Flug dauerte zwei Stunden und zwanzig Minuten. Von Riga aus sind wir eine dreiviertel Stunde nach Palanga geflogen, wo wir dann von einem Minibus abgeholt worden sind. Wir sind dann eine gefühlte Ewigkeit (in Wirklichkeit nur eine halbe Stunde) über total holprige Straßen gerast, bis uns der Busfahrer endlich vor dem „Amberton“ Hotel abgesetzt hat, wo Frau Stadler und Frau Tomczyck in der Woche übernachtet haben. Unsere Gastfamilien haben dort schon auf uns gewartet. Um zwei Uhr in der Frühe sind wir dann nach einer weiteren halsbrecherischen Fahrt völlig fertig ins Bett gefallen. 

Montag, der 31.03.2014:

Glücklicherweise mussten wir am nächsten Tag erst um zehn Uhr in der Schule sein, weshalb wir immerhin ein bisschen ausschlafen konnten. Zum Frühstück gab es bei Chiaras Gastfamilie litauisches dunkles Brot mit Käse und die Gastfamilie von Lisa hatte an diesem Tag Sandwiches gegessen. Der Schulweg dauerte bei uns beiden circa 5 Minuten. Ohne unsere Gastschülerinnen hätten wir uns aber wahrscheinlich verlaufen, denn das Wohnviertel glich einem Irrgarten: die Häuser waren unrenovierte Blockbauten, die sich nur in der Größe ein wenig unterschieden. Von innen waren die Wohnungen allerdings sehr gemütlich und gepflegt. Die Schule, das Varpas-Gymnasium, war von außen sehr modern. Von innen war das Gebäude jedoch ziemlich abgenutzt, weshalb es gerade renoviert wurde.

Wie alle Schüler mussten wir als erstes unsere Jacken aufhängen: dafür gab es kleine Räume mit Jackenhaken an den Wänden. Für diese Räume müssen sich die Schüler immer erst die Schlüssel von der Sekretärin abholen und auch danach wieder zurückbringen. Die Schülerinnen und Schüler des Varpas-Gymnasiums müssen auch eine Schuluniform tragen, ein schwarzes Jackett. Eine der Besonderheiten der Schule ist, dass es Gruppen für Fernsehen, Radio und Zeitung gibt, die über die Woche berichtet haben.

Die vier Projekttage begannen mit einer Eröffnungsveranstaltung in der Aula. Der Schuldirektor und die litauische Projektleiterin hielten jeweils eine Rede und anschließend wurde gezeigt, was die einzelnen Arbeitsgruppen in den Workshops erreichen sollten. Außerdem haben uns zwei litauische Schüler etwas über Litauen, Klaipėda und das Varpas-Gymnasium erzählt und wir haben das Märchen von der litauischen Meereskönigin Egle erzählt. Danach wurde jede Delegation auf der Bühne vorgestellt und es wurden Geschenke ausgetauscht. Zum krönenden Abschluss haben uns einige litauische Schülerinnen und Schüler litauische Volksmusik und verjazzte Lieder vorgespielt und später kam auch noch litauischer Tanz dazu. Beides, Musik und Tanz, hat uns sehr gut gefallen und die Stimmung in der Aula war echt klasse!!!

In der „Coffee Break“, die nach der Veranstaltung auf dem Programm stand, haben wir die verschieden Süßigkeiten aus den anderen Ländern probiert. Die vielen Leckereien haben uns mehr oder weniger geschmeckt.  

Nach der Veranstaltung hat uns eine Mitschülerin von Rūta und Skaistė in die Old Town, also in die Altstadt von Klaipėda gefahren. Wieder einmal ist uns aufgefallen, dass die Litauer ziemlich wilde Fahrer und die Straßen sehr uneben sind. Am Tag war es viel lustiger so durchgeschüttelt zu werden!

Trotz schlechter Wetterbedingungen (leichter Regen und Wind) haben uns die litauischen Schülerinnen und Schüler durch die „Old Town“ (Altstadt) geführt und uns etwas über die verschiedenen  Sehenswürdigkeiten erzählt.

Danach haben wir im Restaurant „Fat Cat“ zu Mittag gegessen. Es gab als erstes eine warme Suppe mit dem litauischen dunklen Brot, das Chiara bereits am Morgen probiert hatte. Danach haben wir Bratkartoffeln mit Fleisch und Gemüse gegessen. Zum Nachtisch gab es Streuselkuchen. Die Suppe (Rote Beete) gab es zu jeder Mahlzeit, genauso wie Tee oder Kaffee.

Nach dem Mittagessen hatten wir Freizeit, also sind wir mit Rūta und Skaistė ins Einkaufszentrum „Akropolis“ gegangen. Anschließend haben wir uns mit den anderen Schülern und Lehrern im Restaurant „Trysmylimos“ getroffen. Dort gab es zum Abendessen litauische Spezialitäten. Das Gericht „Zeppelin“ ist in Litauen besonders bekannt, es sind Klöße mit Quark- oder Fleischfüllung in der Form eines Zeppelins. Sie haben uns so gut geschmeckt, dass sie in der Geschichte, dem 8. Kapitel unserer Abenteuergeschichte, vorkommen. Nach dem Essen wurde wieder Volksmusik gespielt, diesmal durften wir auch mitsingen und –tanzen.

Dienstag, der 01.04.2014:

Der Tag begann mit einer Führung durch „Klaipėdos Pilis“, der Burg von Klaipėda, wo wir über ihre Geschichte informiert worden sind. Allerdings ist nicht mehr viel von der Burg erhalten. Übrigens residierte der preußische König zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Memel (Klaipėda), als er vor den Franzosen aus Berlin fliehen musste.

Danach sind wir mit der Fähre zum Delfinarium gefahren und haben uns eine Delfinshow angesehen. Natürlich haben wir auch das Delfinarium in unsere Geschichte miteingebunden. Nach der Delfinshow haben wir das „Sea Museum“ besichtigt, wir konnten viele verschiedene Meereslebewesen beobachten.

Als nächstes stand der Besuch der Zeitungsredaktion von Klaipėda auf dem Programm,  allerdings nicht vor dem Mittagessen. Lisa hat dort ein tolles Interview mit dem Chefredakteur geführt, was auch in die Geschichte einfloss. Später sind wir noch zum Strand von Klaipėda gegangen. Die Sonne hat geschienen und der Strand an der Ostsee hat uns total gut gefallen.

Danach haben wir zusammen mit unseren Gastschülerinnen zu Abend gegessen.

Mittwoch, der 02.04.2014:

Heute hat die Arbeit in den Workshops begonnen. Es gab drei Workshops: Im ersten Workshop wurde die Geschichte geschrieben, im zweiten wurden Flyer zum Thema „Veränderungen der Massenmedien im Laufe der Zeit“ entworfen und die dritte Gruppe erstellte ein „e-photodiary“ über das Treffen in Litauen.

Um 12 Uhr haben wir in der Mensa des Varpas-Gymnasiums zu Mittag gegessen und anschließend haben wir einen Ausflug zur Kurischen Nehrung  und nach Nida, wo Thomas Mann ein Sommerhau besaß, gemacht. Der Ausflug hat uns super gefallen!

In unserer Freizeit sind wir dann zum „Amberton“ Hotel gegangen, welches ein 20-stöckiges Gebäude ist. Wir sind mit einem Glasaufzug in den obersten Stock gefahren und hatten dann einen super Blick auf Klaipėda bei Nacht.

Donnerstag, der 03.04.2014:

Der Tag begann mit  einem Treffen mit dem Vertreter des Bürgermeisters im Rathaus. Nach einem ausgiebigen Gespräch mit ihm haben wir wieder einmal Geschenke ausgetauscht und haben dann in den Workshops weitergearbeitet.  Als wir schließlich unsere Arbeit beendet hatten, gab es erstmal Mittagessen in der Mensa. Danach haben wir den Anderen unsere Ergebnisse vorgestellt und auch die Fernseh-, Radio- und Zeitungsgruppe hat gezeigt, was sie erarbeitet haben. Außerdem haben die Litauer ein paar Aufgaben über ihr Land und Klaipėda erstellt, die die anderen Länder lösen mussten. Die deutsche Gruppe sollte ein Plakat über Litauen entwerfen und es anschließend präsentieren. Zum Schluss bekam jeder Gast noch ein Zertifikat und schließlich haben der Direktor der Schule und die litauische Projektleiterin jeweils eine Abschlussrede gehalten. Wir waren beide total traurig, dass wir die Anderen wahrscheinlich zum letzten Mal gesehen haben.

Freitag, der 04.04.2014:

Die deutsche Gruppe ist die einzige Gruppe gewesen, die erst am Samstag gefahren ist, daher konnten wir noch den ganzen Freitag mit unseren Gastfamilien verbringen. Also sind Skaistė, Rūta, Rutas Eltern und wir beide nach Palanga gefahren. Dort haben wir den Strand, die Strandpromenade und das Bernsteinmuseum besichtigt. Zum Mittagessen waren wir in einem Restaurant essen. Am Abend haben wir beide in unseren Gastfamilien gegessen.

Samstag, der 05.04.2014:

Heute mussten wir ganz früh aufstehen, um den Flieger nicht zu verpassen. Zum Abschluss wurden wir im Auto noch einmal richtig durchgeschüttelt und dann hieß es auch schon Abschied von Klaipėda und vor allem von unserer Gastfamilie nehmen, was uns beiden ziemlich schwer gefallen ist. Schließlich haben wir uns versprochen, nochmal nach Klaipėda zu fahren und auch Skaistė und Rūta zu besuchen.

 

Das Treffen in Litauen hat uns super gut gefallen und wir konnten viele neue Freunde finden. Außerdem haben wir die Litauer als sehr  nett und offen kennengelernt. Es hat uns gefallen, etwas über die litauische Kultur zu lernen und wir würden Klaipėda für jeden als Urlaubsziel weiterempfehlen, besonders der Strand ist sehenswert. Aber auch Palanga ist super schön, im Sommer sind immer sehr viele Leute dort (wie Rūta und Skaistė uns erzählt haben). Das besondere am Strand von Palanga ist außerdem, dass man dort auch selber Bernstein finden kann.

 

                                                                      

 

The 8th meeting of the Comenius project took place in Lithuania from 30th March to 05th April 2014, so Mrs. Stadler, Ms. Tomczyck, and we (Lisa and Chiara) went there. We met in Klaipeda, which is a city in the west of Lithuania and the third largest city in the country. Klaipeda is next to the Baltic Sea and in the past its name was Memel.

The meeting in Lithuania was really great!!! We found good friends and we got to know the Lithuanians as very nice and open-minded. It was fantastic to learn more about the Lithuanian culture. Klaipeda is a wonderful city!

In this week we experienced very much and saw many things of Klaipeda and the cities and places nearby. We learned about the different sights of Klaipeda, for example the ship “Meridianas”, which is the symbol of the city. Furthermore, the old town of Klaipeda was very nice and we liked to be there. We also saw the beaches of Klaipeda and of Palanga, which both are great and the view on the Baltic Sea was breathtaking. Moreover, we had a guided tour in Klaipeda Castle, we were in the Sea Museum and we saw a dolphin show. We also had a tour at the newspaper editorial office of Klaipeda and we saw Neringa, Nida and Palanga. Another great thing was that we spoke with the vice- mayor. We could ask as many questions as we wanted and he answered all of them.

One of the evenings, some Lithuanian students played Lithuanian folks music for us and they taught us how to sing Lithuanian songs and how to dance to Lithuanian music, which was very funny and great.

We enjoyed the trip so much and we got along with Rūta and Skaistė, our host students, so well, that it was very hard to say goodbye to them.

 

April 2014, Lisa und Chiara