Vom Roten Platz bis zum Ural

MGB-Schülerinnen erleben die russische Föderation

"Wir haben so viel gesehen," beschrieb Laetitia Kowalski ihren Mitschülerinnen ihre Erfahrungen aus dem diesjährigen Schüleraustausch mit Russland. Vom 08.09.14 bis 19.09.14 fuhren neun Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 zur Partnerschule Nummer 12 in Perm im vorderen Uralgebirge. Die Reise führte zunächst nach Moskau, wo die Schülerinnen in Begleitung ihrer Lehrerinnen Frau Engels und Frau Haag einige berühmte Orte besuchten. Der Besuch des Roten Platzes, der Wachwechsel am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer durften ebenso wenig fehlen wie der Besuch des Kremlgeländes mit seinen vielen Kirchen, der Zarenglocke und der Zarenkanone. Auf dem Alten Arbat erholte man sich, bevor das Abendprogramm begann. Der Park des Sieges, dessen Fontänen abends rot beleuchtet werden, beeindruckte die Schülerinnen ebenso wie die Fahrt auf der längsten Rolltreppe der Welt, die 112m lang ist und in die tiefste Metrostation Moskaus "Park Pobedy" führt. Nach einer weiteren Erkundungstour durch Moskau am nächsten Tag, die, auf Wunsch der Schülerinnen, die Gruppe uns Planetarium führte, genossen die Mädchen noch die Aussicht auf Moskau von den Sperlingsbergen. 
Im Anschluss wartete direkt das nächste Abenteuer: 21 Stunden fuhr die Gruppe mit dem Zug von Moskau nach Perm und bekam erstmals eine Vorstellung von der Größe und Weite Russlands. In Perm selbst wurde die Gruppe sehr herzlich und teilweise mit Freudentränen in den Augen von den Gastfamilien begrüßt. In März hatte man sich in Essen bereits kennengelernt und so war die Wiedersehensfreude groß. Das Programm der russischen Partnerschule war abwechslungsreich, gut organisiert und fand das richtige Maß zwischen Erkundungstouren in die nähere Umgebung und Schulbesuchen. Gemeinsam arbeiteten die Schülerinnen und Schüler zur Naturgeographie des Ural Gebietes. Somit fand die Führung durch die Eishöhle in Kungur genauso ihren Platz wie die Erkundung des Freilichtmuseums Chochlowka mit alten russischen Häusern und Kirchen auf einem wunderschönen Gelände.

 

Auch die Zeit in der Schule war schön und der Empfang sehr herzlich. So ließ die Schulleiterin Elend Michailovna es sich nicht nehmen der Gruppe zusammen mit der Austauschleiterin Natalja Lenonidovna das neue Schulgebäude zu zeigen. Ebenso war die Gruppe immer zur Unterrichtshospitation willkommen. Besonders in Erinnerung bleibt der Besuch einer vierten Klasse, in Russland gehen die Kinder von der ersten bis zur elften Klasse gemeinsam auf eine Schule. Unsere Mädchen wurden in die Gruppenarbeit im Kunstunterricht integriert, ließen sich von den Kleinen zeigen, was sie machen sollten und bastelten so gemeinsam jeweils ein Oregamie Bild.
Das Abschlusskonzert in der russischen Partnerschule, dass für uns gestaltet wurde, war ebenso herzlich wie rührend. Nach der Präsentation der Projektarbeit sangen noch zwei Schülerinnen aus der zweiten Klasse in traditionellen Trachten Volksweisen und die Musical AG zeigte einen Ausschnitt aus ihrem neuen Programm. Nach einem gemeinsamen Essen hieß es dann Kofferpacken. Nach einer Rückreise, die länger dauerte als geplant, wurden die Schülerinnen am Flughafen Düsseldorf von ihren Eltern,  Freunden und Geschwistern herzlich empfangen. 
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle der Stiftung Deutsch Russischer Jugendaustausch, durch deren finanzielle Unterstützung der Schüleraustausch erst ermöglicht wurde.