Besuch der Alten Synagoge

Ende Februar 2017 besuchten wir mit unserem katholischen Religionskurs der Klassen 7 a - c und unseren Lehrerinnen, Frau Schwenk und Frau Heiderich, die Alte Synagoge in Essen.

Wir haben zunächst etwas über die Geschichte der Synagoge erfahren, die in der Pogromnacht 1938 in Brand gesetzt und dabei im Inneren völlig zerstört wurde. Die Synagoge stand lange Zeit als mahnende Ruine im Zentrum Essens. Im Jahr 2008 wurde das Gebäude umgebaut und 2010 als kulturelle Begegnungsstätte neu eröffnet. Die Alte Synagoge bietet heute vielseitige Einblicke in die jüdische Kultur und ihre Geschichte im Nationalsozialismus.

Zu Beginn haben wir uns das Innere der Synagoge genau angeschaut. Wir haben erfahren, dass in der Synagoge Männer und Frauen getrennt saßen: die Männer unten, die Frauen oben auf der Empore. Auf der ehemaligen Frauenempore wurden jüdische Feste vorgestellt, z.B. Schabbat oder Pessach. Von der Empore aus eröffnete sich uns ein eindrucksvoller Blick auf den Hauptraum und den Thoraschrein.

In dem Thoraschrein werden die Thorarollen aufbewahrt. Die Thora ist kein Buch, sondern eine Gesetzesrolle, auf der u.a. die fünf Bücher Mose in hebräischer Schrift geschrieben sind. Die Schriftrollen sind für die Gemeinde sehr wertvoll und werden aus diesem Grund an einem besonderen Platz, dem Thoraschrein, aufbewahrt. Der Thoraschrein liegt immer an der Ostwand des Gebetshauses.

Zum Abschluss haben wir das Tonnengewölbe besichtigt, in dem es noch viele interessante Informationen zur Geschichte der ehemaligen Synagoge und einige Originalgegenstände zu entdecken gab, wie z.B. eine Thorarolle, den Thoramantel, eine Menora (ein siebenarmiger Leuchter, der eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums war) sowie Bilder von berühmten jüdischen Persönlichkeiten.

Abschließend kann ich sagen, dass der Besuch der Alten Synagoge sehr interessant und eindrucksvoll war. Zur Erinnerung habe ich einige Fotos gemacht, die man hier auf der Seite sehen kann.

 

Felicitas Söhnchen, Klasse 7a