Soloabend 2015

Der Soloabend 2015: Eine spannende Reise durch die Musik

Am 5.3.2015 war es endlich soweit. Zum wiederholten Male öffnete das Städtische Mädchengymnasium Essen Borbeck Musikbegeisterten die Türen für den alljährlichen  Soloabend, um die jungen Nachwuchsmusikerinnen zu präsentieren.

Über ein halbes Jahr hatte Frau Giese-Wiesweg die über 18 Schülerinnen auf ihren großen Tag vorbereitet und sie in etlichen Stücken unterstützt. Durch stundenlange Proben, die auch nicht das Wochenende verschonten, wurde „Mission Soloabend“ in Angriff genommen, lediglich erschüttert von unerwarteten Programmänderungen, die alle Beteiligten noch bis zur letzten Sekunde in Anspannung versetzten.

Schließlich war, und natürlich viel zu schnell, der Konzerttag gekommen. Eine kurze Einleitung von Frau Giese-Wiesweg, eine darauf folgende Ansage von den beiden Moderatorinnen Nadine Stratmann und Jennifer Krieger und schon betrat die erste, leicht aufgeregte Musikerin, die Bühne.

Die 8-Klässlerin Bianca Ölschlägel eröffnete den Soloabend mit dem Stück Frühling und Sommer an der Altblockflöte, ein Stück, was einen sehr abwechslungsreichen und spannenden Soloabend einleiten sollte.

In über 90 Minuten wurde dem Publikum schließlich ein umfangreiches und instrumental abwechslungsreiches Programm dargeboten, was von Jazz (Petite fleur, gespielt von den Schülerinnen Sandra Nattermann am Saxophon, Katharina Riesterer  am Bass und Helen Straube am Cajon) über Somewhere aus dem weltbekannten Musical West Side Story (gespielt von Kristina Crämer auf der Violine) bis zu Mozarts Violinkonzert in D-Dur (gespielt von Julia Janik auf der Violine und Frau Giese-Wiesweg am Klavier) reichte.

Neben einem vielfältigen Genreangebot, boten sich jedoch auch kulturelle Abenteuer, wie das aus der japanischen Kultserie stammende Stück Fairy Tail (gespielt von Maike Steinmetz an der Violine und Sumeyye Cena am Klavier) oder auch das bekannte Stück Eternal Vow aus dem chinesisch-taiwanischen Film Crouching Tiger, Hidden Dragon (gespielt von Anna Ratzmann am Cello und Lea Gnida auf der Violine.)

Wahrhaft zum Staunen brachte das Publikum schließlich die junge 6-Klässlerin Maria Jerosch, welche auf der Violine das äußerst anspruchsvolle Stück Concertino in ungarischer Weise von Oskar Rieding vorstellte.

Auch begeisterte Helen Straube aus der Q2 erneut mit ihrem Kompositionstalent, als sie sich mit ihrem selbst komponierten Stück "Last Goodbye" von der Bühne des Soloabends verabschiedete.

Insgesamt wurde das Programm besonders auch durch die Individualität jeder einzelnen Solistin geprägt. Auf diese Weise kam ein ganz neues Musikerlebnis zustande.

Im Vordergrund standen nicht nur die Spieltechnik, sondern vor allem auch die emotionale Nähe zu jedem einzelnen Stück, ein Umstand, der mehr als nur einmal Gänsehautmomente hervorrief.

Somit wurde das Publikum von den bewegenden Klängen von Love is Blue (gespielt von Krishyanthy Sritharen am Klavier) oder von Camille Saint-Saëns bekannter Komposition Der Schwan (gespielt von Anna Ratzmann am Cello) berührt und verzaubert.

Mitreißend war auch das Finale des Soloabends, das Stück Up is down aus dem Film Fluch der Karibik, das Helen Straube für diesen Anlass eigens arrangiert hatte, und mit dem nicht nur der Soloabend unter großem Beifall endete, sondern auch symbolisch die Soloabendkarriere der vortragenden Q2-Schülerinnen zu Ende ging.

Am Schluss gelang es allen Beteiligten mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Soloabend zurück zu blicken und sich stolz schon einem weiteren Soloabendprojekt zu- zuwenden.

Anna Ratzmann (Q2)